zitat
Deutsche Umweltstiftung
Aktuelle Pressemeldung:

Deutsche Umweltstiftung begrüßt Abschlussbericht der Endlagerkommission

Berlin – 28.06.16: Am späten Montagabend beschloss die von Bundestag und Bundesrat vor zwei Jahren eingesetzte Endlagerkommission mit großer Mehrheit ihren Abschlussbericht. Jörg Sommer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Umweltstiftung und eines der 16 stimmberechtigten Kommissionsmitglieder, stimmte dem Bericht nach zähem Ringen um letzte strittige Punkte schließlich zu:

„Das von der Kommission erarbeitet neue Suchverfahren setzt auf die richtigen Schwerpunkte: Ohne Vorfestlegungen, auf Basis transparenter und wissenschaftlich fundierter Kriterien sowie mit umfangreichen Elementen der Bürgerbeteiligung ausgestattet kann dieses unter zeitlichen, finanziellen und sicherheitsrelevante Aspekten historisch außergewöhnliche Projekt gelingen. Auch deshalb, weil wir im Bereich der Partizipation weit über alles bisher Übliche hinausgehen.“

Werden Sie Umweltstifter

Aktuelle Beiträge:

 

Ross Piper: Unbekannter Planet

Bei der Erforschung der Vielfalt des tierischen Lebens konnten die Wissenschaftler (nach Carl von Linné) anhand der Gene, Morphologien und Lebensweisen die Abstammungslinien festlegen, deren Vertreter sich jeweils einen definierenden Körperbauplan und die Evolutionsgeschichte teilen. In diesem Buch werden die 35 großen Tierstämme in jeweils gleich aufgebauten Kapiteln vorgestellt – nach Form und Aufbau, Lebensweise, Entstehung und Verwandtschaft. Von einigen dieser Stämme sind nur ganz wenige Spezies bekannt: Plattentiere 8, Hufeisenwürmer 10, Korsetttierchen ca. 30; von anderen Stämmen dagegen große Mengen: Ringelwürmer ca. 18 950, Weichtiere ca. 117 350, Gliederfüßer ca. 1,2 Millionen. Viele Tiere sind so klein, dass man sie mit bloßem Auge nicht sehen, sondern nur unter dem Mikroskop entdecken kann. Bärtierchen zum Beispiel sind wunderschön aber nur 0,08 mm groß, während andere Tiere weniger schön aber sehr groß sind: Fadenwürmer zum Beispiel bis zu 9 m.

Karin-Simone Fuhs u. a: Geschichte des nachhaltigen Designs

In der Umwelt- und Nachhaltigkeitsdebatte ist viel von Effizienz und Effektivität, aber selten mal von Schönheit und Ästhetik die Rede. Dieses Buch könnte helfen, einen Kurswechsel einzuleiten. Auf seinem Titelblatt prangt das Meisterwerk vom Michael Thonet: No. 214, Stuhl, von 1859. Bis 1930 wurden davon schon 50 Millionen Stück hergestellt. Für Transport und Lagerung gab es eine geniale Lösung: In eine Kiste mit einem Kubikmeter Volumen passen 36 zerlegte Stühle, die erst an Ort und Stelle der Nutzung montiert werden, was Versandkosten erspart und nur ein geringes Transportvolumen bewirkt.

Bruno P. Kremer: Die Wiese

Rund 53 Prozent der Landfläche Deutschlands entfallen auf die von der Landwirtschaft genutzten Anteile, knapp 30 Prozent sind Wald- und Forstfläche; die Siedlungsfläche macht etwa 7 Prozent aus, die Verkehrsfläche rund 5 Prozent und die Wasserfläche knapp 2,5 Prozent. In den letzten Jahrzehnten gab es signifikante Veränderungen bei den Siedlungs- und Verkehrsflächen, die enorm zugenommen haben, während die Waldfläche in etwa gleich blieb und die Landwirtschaftsfläche leicht abnahm. Deutschland blieb insgesamt – so folgert der Autor – ziemlich grün; doch das Grau der Siedlungs- und Verkehrsflächen ist stark auf dem Vormarsch: Städte und Dörfer wachsen unaufhörlich und das hypertrophe Verkehrsnetz mit Autobahnen, Land- und Bundesstraßen lässt fast keine unzerschnittenen Landschaftsräume zurück. Doch wie grün ist das Grün?

MOVUM - Briefe zur Transformation

MOVUM ist der Titel eines neuen Mediums, das den kritischen - und visionären Diskurs über die Zukunft unserer Gesellschaft fördern will. Es wird gemeinsam herausgegeben von Damian Ludewig (Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft), Michael Müller (NaturFreunde), Christel Schroeder, (EuroNatur), Jörg Sommer (Deutsche Umweltstiftung), Hubert Weiger (BUND) und Martin Held (Die Transformateure).

MOVUM stellt mutige Konzepte vor, die den Herausforderungen – Armut und Ungleichheit, Klimaänderungen, Verknappung von Energie, Wasser und biologischer Vielfalt – mit einer ganzheitlichen Vision des humanen Fortschritts begegnen. Die Sichtweise der Herausgeber ist nicht das scheinbar Machbare, sondern das Notwendige, das wir machbar machen wollen.

MOVUM wird vom Umweltbundesamt und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

movum cover